Mittwoch, 8. Januar 2014

Mein Italien: Venedig

Heute, wie versprochen, starte ich meine Serie über die Städte Italiens, die ich während meiner Italienaufenthalte besuchen konnte. Das erste Mal in Italien war ich wegen meiner Freundin, die in Italien studiert hat, und die mich zu sich nach Trento eingeladen hat. Das zweite Mal war ich über 6 Monate im Auslandssemester in Rimini und hatte eine Möglichkeit, mehrere Städte zu besichtigen. Aber Trento war nicht die erste Stadt, die sich meinem hoffnungsvollen Touristenblick eröffnet hat, auf dem Weg zu meiner Freundin habe ich noch einen eintägigen Abstecher in eine der schönsten Städte Italiens gemacht -  nach Venedig.

Venedig 2011: Handyfoto, Hanna Kavalevich


Venedig

Das erste, was du siehst, wenn du nach Venedig mit einem Bus oder Zug vom Flughafen Treviso ankommst sind die armen und schmutzigen Bereiche der Vorstadt. Und dann plötzlich eröffnet sich dem Blick das Meer und die Brücke Ponte della Libertá. Es herrschten die besten Bedingungen - warm und sonnig, ich alleine unterwegs - was könnte man sich noch mehr wünschen? Nach den ersten Schwierigkeiten mit dem Navigieren mit Hilfe einer Old-School-Papierkarte, gelang ich ohne Probleme zu den beeindruckenden Ponte Rialto und Piazza San Marco, wo natürlich die Basilica di San Marco mit ihren goldenen Ornamenten einen einfach den Atem raubt. Die Eindrücke wechseln, wie die Fotos in einer Slideshow - Brücken, Gondeln, antike Gebäude, Kirchen, Marmor, Wasser, viel Wasser... Man merkt sehr schnell, dass die frische Luft einen müde macht, aber die Suche nach einer Sitzmöglichkeit führt entweder in ein überteuertes Café oder zurück zum Bahnhof. Und nur dort wurde ich einer Sitzbank fündig - in einem kleinen Park, wo man sich ein wenig vor der nächsten Reise entspannen konnte. 

Das zweite Mal besuchte ich die schöne Stadt während meines Auslandssemesters im Februar 2012, in der Karnevalszeit. Eigentlich war zuerst der Plan alleine mit einer Freundin nach Venedig zu fahren, aber dann hatten sich uns noch andere Erasmus-Studenten angeschlossen, und wir sind in einer großen Gruppe hin gefahren. Schon beim Verlassen des Bahnhofs haben wir bemerkt, dass es ein Kampf wird - Kampf gegen die Massen von Touristen. Viele waren verkleidet oder trugen zu mindestens eine Maske. Dem Beispiel sind wir auch gefolgt und kauften uns auch jeder eine Maske. Diese sind echt schön und dienen später als ein schönes Andenken an die unglaubliche Pracht der Farben in La Serenissima.

Auf dem Standardweg zu Piazza San Marco, wo die meisten Feierlichkeiten und Konzerte zum Karneval stattfinden, konnten wir viele wunderschön verkleidete Schauspieler beobachten. Sogar die Hunde trugen dabei die Masken! Irgendwo in der Mitte des Weges mussten wie uns aber aufsplitten, da es sehr schwer war, sich in so einer Gruppe unter den ganzen Menschenmassen zu bewegen. Also ein Tipp für alle, die Venedig in der Karnevalszeit besuchen wollen - nicht in einer großen Gruppe reisen!

Das eigentliche Ziel der Reise war der Karneval, deshalb haben wir auf die alle anderen Sehenswürdigkeiten verzichtet und uns auf den aufgebauten Bänken des San-Marco-Platzes platziert und beobachteten  das spektakuläre geschehen auf der Bühne und drumherum. Auf der Bühne lief am Vormittag ein Theaterstück, in dem auch die Zuschauer involviert wurden. Überall standen Schauspieler in prächtigen Trachten und posierten für die Fotos.
 




Mein Fazit über Venedig: Es lohnt sich auf jeden Fall diese Stadt zu sehen! Am besten über mehrere Tage, da es sehr viele schöne Ecken und Gassen gibt, die man unbedingt besichtigen muss.



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