Eines meiner Vorsätze für das neue Jahr ist sicherlich das tägliche (oder zumindest einmal in zwei Tagen :) ) bloggen. Und was ist passiert? Heut eist schon der sechste Januar und bis jetzt habe ich nicht geschafft einen einzigen Post zu schreiben. Ich bin dieses Mal aber nicht schuldig - der Grund dafür ist einfach: bin zur Zeit ohne Internet außer der Arbeitszeiten. Ich gestehe, es ist nicht einfach in der heutigen Zeit fast komplett ohne Internet und sozialen Medien zu sein, es ist aber etwas bei meinem Handyanbieter schief gelaufen und bin schon seit Anfang des Jahres stark gedrosselt... Und zu Hause... na ja... Ich bin in diesem Moment so etwas wie wohnungslos. Mein Vertrag bei Werder läuft Ende des Januars aus, ich musste aus meiner Wohnung ausziehen, da meine Mitbewohnerin als Hauptmieterin ausgezogen ist, deshalb bleibe ich einen Monat bei meiner Freundin. Und sie hat kein Internet. Jaja, sowas gibt es noch heutzutage :)
In dieser Zeit beschäftige ich mich mit dem Schreiben der Job-Bewerbungen (die ich natürlich fleißig auf den USB-Stick speichere) und Lesen der Bücher. Manchmal, wenn ich länger nicht gelesen habe, erfasst mich so etwas wie ein Hunger nach Büchern und ich verschlinge dann innerhalb eines Tages ganze Bänder. Am Wochenende z.B. habe ich zwei Werke von dem russischen Sci-Fiction-Schriftsteller Sergey Lukyanenko über Hacker, die die Fähigkeit hatten, in eine virtuelle Welt sich hineinzuversetzen. Das erste Buch der Reihe lass ich schon vor vielen Monaten, jetzt hatte ich die Möglichkeit, es fortzusetzen. Spannend, man kann sich gut von der Außenwelt ablenken und die neue Welt mit den Hauptdarstellern zu erleben. Und am Sonntag las ich dann das Originalbuch von Dan Brown "Inferno" auf Englisch. Die Handlung des Buches hat mich wieder an meine Zeit in Italien erinnert und ich habe auch ein wenig bereut, dass das Buch vorher noch nicht gab - es wäre ein guter Reiseführer für spannende Plätze in Florenz gewesen.
Heute feiern wir das orthodoxe Weihnachten in Weißrussland. Ich vermisse irgendwie in dieser nicht leichter Zeit meine Family, die jetzt überall auf der Welt zerstreut ist. Vater ist dieses Mal vorzeitig wieder nach Venezuela abgereist, so hat auch meine Mutter zu Hause in Brest die Feiertage alleine verbracht. Und der Bruder, mit dem ich seit Ewigkeiten wegen der Zeitdifferenz nicht gesprochen habe, ist immer noch in China. Vielleicht soll das mein neuer Vorsatz für das neue Jahr sein - mehr mit der Familie zu kommunizieren, obwohl das sich eben mit der Abwesenheit des Internets stark verkompliziert hat.
Es ist nicht einfach am kleinen Display eines Iphones den Blogpost zu tippen, so muss ich für heute leider Schluss machen. Habe aber während des Schreibens eine Idee für den nächsten Post gefunden - ich versuche meine Erinnerungen über die Städte Italiens, die ich in meinem Auslandssemester besucht habe, zu berichten.
Frohe orthodoxe Weihnachten an alle, die es heute feiern!
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| Schauinsland 30.12.2013 Foto: Hanna Kavalevich |

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